Deformitäten im Kopf-Halsbereich sind meist Folge von Tumorerkrankung, Unfall oder angeborenen Fehlbildungen und führen meist zu schweren psychischen Belastungen des Patienten.

Als Alternative zu chirurgischen Wiederherstellungsmaßnahmen, besteht die Möglichkeit, die fehlenden Bereiche durch Epithesen zu ersetzen.

Epithesen sind künstlich angefertigte Gesichtsteile (Gesichtsprothesen) und werden für jeden Patienten individuell angefertigt und der Hautfarbe entsprechend, naturgerecht nachempfunden.

Es gibt verschiedene Befestigungsmethoden mit denen Epithesen am Defekt verankert werden können.

  • Mechanische Befestigung z.B. an einer Brille
  • Fixierung der Epithese durch Hautkleber
  • Befestigung der Epithese durch Klemmtechnik (anatomische Unterschnitte im Defekt)
  • die Epithese ist an einer Intraoralen Prothese befestigt
  • Knochenverankerte Implantate bringen die Epithese zum Halt
  • Kombinationen untereinander

Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft sollte wenn möglich eine Implantatfixierung der Epithese Mittel der Wahl sein.

Bei der implantatgetragenen Epithetik werden Titan-Implantate vom Chirurgen in den Knochen eingesetzt und nach mehrwöchiger Einheilung für die Befestigung der Epithese genutzt.

Es gibt zwei verschiedene Formen von extraoralen Knochenverankerungen:

In diese Knochenverankerungen werden in ein Gewinde entsprechende Suprakonstruktionen eingebracht, die die Epithese zum Halt bringen.
Entweder kann eine Steg-Reiter-Konstruktion als Befestigung dienen, oder ein oder mehrere sphärische Magnete.

Die Magnet Befestigungstechnik ist heutzutage am meisten in Gebrauch.